„Die Realität ist der härtere Prüfstein als studienbasierte Rechenmodelle.“
Die Energiewende ist kein moralischer Wettbewerb zwischen „gut“ und „schlecht“, sondern eine mehrdimensionale Optimierungsaufgabe. Jede Technologie wird entlang von vier Kategorien betrachtet: Klimawirkung, Sicherheits- und Umweltrisiko, Systemrelevanz und Regenerativität.
Jede Technologie lässt sich mit wenigen, öffentlich zugänglichen Daten bewerten: Kaufpreis der Anlage, jährliche regenerative Energieausbeute und Industriestrompreis des Herstellungslandes.
Energetische Amortisationszeit: In welchem Zeitraum wird das eingesetzte Kapital energetisch „zurückverdient“? Der Industriestrompreis wirkt als monetärer Proxy für das energetische und ökonomische Umfeld der Produktion.
Mit der technischen Lebensdauer zeigt der HoK, ob und wieviel Energieüberschuss eine Anlage über ihr Leben hinweg tatsächlich produziert. HoK > 0 bedeutet regenerativ, HoK < 0 degenerativ.
Beispielwerte aus dem Buch (Abbildung 1). Negative Werte bedeuten: Über den Lebenszyklus wird weniger energetische Substanz bereitgestellt, als zur Ermöglichung gebunden wurde.
| Technologie | HoK | Einordnung |
|---|---|---|
| Batteriespeicher (CN) | −0,64 | degenerativ |
| Photovoltaik (China) | 0,08 | degenerativ / grenzwertig |
| Solare Brauchwassererwärmung (DE) | 0,82 | regenerativ |
| Wärmepumpe (DE, COP 2,5) | 1,46 | regenerativ |
| Windkraft (DE) | 2,16 | regenerativ |
| Biomasse (EU) | 3,15 | regenerativ |
| Geothermie (EU) | 3,17 | regenerativ |
| Atomkraft (EU) | 3,76 | CO₂-arm, nicht erneuerbar |
| Wasserkraft (DE) | 20,57 | regenerativ |
Für nicht-regenerative Energieformen existiert per Definition keine erneuerbare Energieausbeute – die PEPT strebt gegen Unendlich.
Entscheidungen auf Bilanzen statt auf Narrative stützen.
Technologien mit wenigen Parametern robust einordnen.
Systemgrenzen, EROI, EPBT, LCA, LCOE – und was sie nicht leisten.
Verständlich erklärt, ohne Formeldschungel.