Das Buch

Wahrheit braucht keine MehrheitWarum die energetische Bewertung von Technologien wieder ein klares Fundament braucht.

„Was mich antreibt, ist der Wunsch, die Diskrepanz zwischen technischer Realität und öffentlicher Darstellung zu verringern.“ In Medien, Talkshows und politischen Programmen werden Technologien als „klimaneutral“, „nachhaltig“ oder „bio“ bezeichnet, ohne ihre vollständige energetische Substanz offenzulegen. Begriffe wie „hocheffizient“ ersetzen Berechnungen. Narrative ersetzen Systemgrenzen.

Regenerativität bedeutet sinngemäß: „Hinterlasse keine Spuren.“

Der rote Faden

1

Motivation & Einleitung

Warum die öffentliche Debatte sich von der physikalischen Nüchternheit entfernt hat – und warum Bilanzen entscheiden.

„Was mich antreibt, ist der Wunsch, die Diskrepanz zwischen technischer Realität und öffentlicher Darstellung zu verringern.“

Nicht Empörung, sondern Nachrechnen: Wo Begriffe wie „klimaneutral“ die Bilanz ersetzen, beginnt dieses Buch mit der einfachen Frage, wie viel Energie eine Anlage über ihr Leben tatsächlich zurückgibt.

2

Grundbegriffe

Energie, Leistung, Wirkungsgrad, Leistungskennzahl – und vor allem: Betrachtungsgrenzen.

„Ohne Systemgrenze ist jede Kennzahl beliebig.“

Energie, Leistung, Wirkungsgrad und Leistungszahl werden anschaulich hergeleitet – und konsequent an eine ausgeschriebene Betrachtungsgrenze gebunden: von der Rohstoffgewinnung bis zur Verwertung.

3

Energiewende

Weltweiter Energieverbrauch, Endenergieverbrauch in Deutschland, Kraftwerke am Strommarkt.

„Der Strommarkt ist kein Wunschkonzert, sondern eine Bilanz in Echtzeit.“

Weltweiter Energieverbrauch, deutscher Endenergieverbrauch und der Einsatz der Kraftwerke zeigen, wie schmal der Anteil ist, über den öffentlich am lautesten gestritten wird.

4

Systemische Energiebewertung

Klimawirkung, Sicherheits- und Umweltrisiken, Systemrelevanz, Regenerativität.

„Regenerativität bedeutet sinngemäß: Hinterlasse keine Spuren.“

Vier Kriterien tragen die Bewertung: Klimawirkung, Sicherheits- und Umweltrisiken, Systemrelevanz und Regenerativität – gemeinsam ergeben sie das Label statt eines einzelnen Marketingbegriffs.

5

Technologien

Wind, Wasser, PV, Biomasse, Geothermie, Wärmepumpen, solare Wärme, fossile Anlagen, Speicher.

„Jede Technologie wird nach denselben Regeln gerechnet – ohne Rabatt.“

Wind, Wasser, PV, Biomasse, Geothermie, Wärmepumpen, solare Wärme, fossile Anlagen und Speicher werden mit gleichen Annahmen, Lebensdauern und Erträgen durchgerechnet.

6

Bestehende Kennzahlen

EROI, EPBT, LCA, CAPEX/OPEX/LCOE – Aussagekraft und Grenzen im Vergleich.

„EROI ignoriert die Ökonomie, LCA die Vergleichbarkeit, LCOE die Physik.“

Die etablierten Kennzahlen sind nicht falsch, aber je für sich blind. Erst ihre Lücken machen deutlich, warum eine integrierte, leicht nachvollziehbare Größe gebraucht wird.

7

PEPT & HoK

Konzeption, Berechnung, erweiterte Varianten PEPT_ext und HoK_ext, neues Bewertungslabel.

„Drei zugängliche Werte genügen: Preis, Industriestrompreis, Jahresertrag.“

PEPT misst, wie lange eine Anlage arbeiten muss, um ihre gebundene Energie zurückzugeben; HoK setzt das ins Verhältnis zur Lebensdauer. Über null heißt regenerativ, unter null degenerativ.

8

Beispiele & Diskussion

Durchgerechnete Beispiele je Technologie, qualitativer Vergleich, Fazit und Ausblick.

„Photovoltaik: HoK ≈ −0,1 … 0,1. Batteriespeicher: HoK ≈ −0,6.“

Die durchgerechneten Beispiele widersprechen dem öffentlichen Konsens – aber nicht der Physik. Wasserkraft, Biomasse, Geothermie und Wärmepumpen bestehen die Prüfung deutlich.

Die unbequeme Erkenntnis

Mit realistischen Werten lässt sich nachweisen, dass Photovoltaik- und Batterieherstellung energetisch degenerativ sind: Sie stellen über ihren Lebenszyklus weniger energetische Substanz bereit, als zu ihrer Ermöglichung gebunden wurde. Diese Aussage widerspricht dem öffentlichen Konsens – aber nicht der Physik.

BewertungTechnologien
regenerativ & CO₂-armWasserkraft, Biomasse, Geothermie, Wärmepumpen, solare Brauchwassererwärmung / solares Heizen
CO₂-arm, systemrelevant, nicht erneuerbarAtomkraft
degenerativPhotovoltaik (HoK ≈ −0,1 … 0,1), Batteriespeicher (HoK ≈ −0,6)
degenerativ, CO₂-intensiv, systemrelevantErdöl-, Erdgas- und Kohlekraftwerke, Verbrennungskraftmaschinen, Elektrofahrzeuge

Buchdaten

TitelEnergiebewertung leicht gemacht
UntertitelWie regenerativ Energieumwandlungsanlagen wirklich sind. Eine erklärend-analytische Bewertung für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
AutorGeorg Holzknecht
Auflage / Jahr1. Auflage, 2026
SpracheDeutsch
FormateTaschenbuch · E-Book (Kindle)
Neue KennzahlenProduction Energy Payback Time (PEPT), Heat Output Koeffizient (HoK)
UmschlagsgestaltungMagdalena Steger, lalitacreative.com
VeröffentlichungSelbstverlag / Amazon KDP
ISBN9798244780444

Bezugsquellen

Erhältlich über Amazon.

Häufige Fragen

Brauche ich Vorwissen?

Nein. Das Buch beginnt bei den Grundbegriffen und steigert die Tiefe kapitelweise.

Was unterscheidet PEPT vom klassischen EROI?

Der EROI ist ein rein energetisches Verhältnis ohne ökonomische Aspekte und ohne regionale Strompreise. PEPT verankert die Bewertung über den Industriestrompreis des Herstellungslandes im realwirtschaftlichen Kontext – und braucht dafür nur drei zugängliche Werte.

Warum schneidet Photovoltaik so schlecht ab?

Weil die Berechnung die Strompreise des jeweiligen Herstellungslandes einbezieht. PV und Batterien sind wegen des hohen Herstellungsaufwandes in Europa nicht wettbewerbsfähig produzierbar – wirtschaftliche Fertigung gelingt nur dort, wo Energiekosten politisch sehr niedrig gehalten werden.

Ist das Buch für Schulungen geeignet?

Ja. Für Kurse, Kammern und Unternehmen gibt es Staffelpreise – Anfragen über die Kontaktangaben im Impressum.